Wofür brauche ich das Küchenmesser?

Testsieger Küchenmesser

Testsieger von Tim Mälzer


Die Küchenmesser Auswahl für den heimischen Kochbereich ist schier unendlich, durch die Faktoren Einsatzzweck und Geldbeutel wird die Entscheidung bereits geringfügig eingeschränkt. Die Haptik, Pflege und Preis sollten für die Kaufhilfe weitere Anhaltspunkte liefern, damit Sie das richtige Küchenmesser für Sie oder als Geschenk auch im Internet finden.

Das Wort „Küchenmesser“ ist ein Sammelbegriff, denn unter dieser Bezeichnung versteht man sämtliche Messertypen, die der Zubereitung von Lebensmitteln dienen. Die meisten dieser Arbeiten lassen sich mit nur einigen, wenigen Allzweckmessern bewältigen. Darüber hinaus gibt es aber zahlreiche Spezialmesser, die für das Bearbeiten ganz bestimmter Lebensmittel optimiert wurden. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie beim Erwerb eines Messers achten sollten. Welche Klingen sich für bestimmte Lebensmittel besonders gut eignen. Und welches die Materialien sind, aus denen gute Messer bestehen sollten.

Kaufhilfe für Küchenmesser

Die Entscheidung, welches Küchenmesser Sie kaufen sollten, richtet sich vordergründig nach Ihren Kochgewohnheiten. Bereiten Sie gerne und viel Fleisch (z. B. Braten) zu, sollte Ihre Wahl auf ein Kochmesser oder Santoku fallen. Damit lassen sich neben Fleisch auch Fisch und Gemüse portionieren oder Knollen und Kräuter zerwiegen. Möchten Sie das Küchenmesser eher einsetzten, um Fisch oder Schinken in hauchfeine Scheiben zu zerteilen. Dann sollten die Entscheidung auf ein Sashimimesser oder ähnliche Küchenmesser mit filigraner Klinge fallen. Gemüsemesser, Ausbeinmesser, Schälmesser und viele andere Spezialisten sind lediglich eine kleine Auswahl der Küchenmesser, auf die Sie Ihre Kaufhilfe eingrenzen könnten.

Sollte die Entscheidung auf japanische Küchenmesser fallen?

Testsieger japanische Messer

Testsieger japanische Messer


Japanische Küchenmesser zeichnen sich durch das besondere Schmiedeverfahren und die verwendeten Stahlsorten durch eine vorbildliche Schnitthaltigkeit und dennoch leichte Nachschärfbarkeit aus. Original japanische Messer sind allerdings sehr teuer und noch nicht einmal rostfrei. Deutsche Santokus (Kochmesser nach japanischer Façon) sind wesentlich günstiger. Und obendrein mit den uns bekannten Kohlenstoffstahlsorten – in der Regel mit einem signifikanten Chromanteil – geschmiedet. Es ist reine Geschmacks-oder Prestigesache, ob Sie Ihre Kaufhilfe nach einer regionalen oder japanischen Schmiede absuchen.

Ist die Haptik entscheidend für die Kaufhilfe?

Die Haptik – also wie das Küchenmesser in der Hand liegt – stellt als Kaufhilfe für ambitionierte Köche eine wichtige Entscheidung dar. Optimalerweise sind Küchenmesser ausbalanciert,so dass der Griff und die Klinge gleich schwer sind. Dadurch verringert sich der Kraftaufwand, den Sie bei der Benutzung der Küchenmesser aufbringen müssen und können über einen längeren Zeitraum ohne Ermüdungs-Erscheinung damit arbeiten. Für gewöhnlich ist in der Produktbeschreibung angegeben, ob das Küchenmesser kopflastig (also eine schwerere Klinge) ist, oder ausbalanciert.

Welche Küchenmesser kann ich selbst nachschleifen?

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Der Pflegeaufwand für Küchenmesser teilt sich in zwei Sparten auf. Wie kann das Messer nach der Benutzung gereinigt werden und welche Maßnahmen müssen wie oft getroffen werden, damit das Küchenmesser scharf bleibt. Jedes Küchenmesser muss irgendwann nachgeschliffen werden. Die Dauer bis dahin hängt zum Einen von der verwendeten Stahlsorte ab, zum Anderen vom richtigen Umgang mit dem Küchenmesser. Egal, auf welches Exemplar die Entscheidung durch Ihre Kaufhilfe fällt, die besten Schneidunterlagen bestehen aus Holz oder Kunststoff. Die Härte der Klingen gibt Auskunft darüber, wie leicht bzw. schwierig sie sich nachschleifen lassen. Je höher der HRC-Grad, desto schwieriger wird es – bzw. desto härter sollte der Wetzstahl sein.

Der Preis spielt (k)eine Rolex

Dass ein Santoku als Sammelpunkte-Geschenk vom Discounter nicht dieselbe Qualität aufweist wie ein handgefertigtes Kochmesser einer japanischen Traditionsschmiede, versteht sich von selbst. Dennoch sind Küchenmesser für den gewöhnlichen Gebrauch teilweise bereits ab 30-50 Euro erhältlich. Wer sich das Küchenmesser als Statussymbol in die Küche stellen möchte, braucht bei der Kaufhilfe natürlich nicht auf den Preis zu achten.

Was sollte ich als Grundausstattung Küchenmesser haben?

Messerset mit Block, Messer nach japanischem Vorbild

BEEM Germany Kyu Kabu V2, 8-tlg. Messerset mit Block, Messer nach japanischem Vorbild designed und geschmiedet, schwarz


Nachstehend listen wir die gebräuchlichsten Messer für die Küche und deren Einsatzzweck auf. Bitte beachten Sie, dass es sich dabei nur um die typischsten Formen und Einsatzzwecke handelt. Denn es gibt hier eine sehr hohe Variabilität und zahlreiche Sonderformen. So können Fischmesser auch durchaus mal ausschauen wie Fleischmesser und umgekehrt. So mancher Hersteller ist sich offensichtlich selbst nicht so ganz sicher, für welchen Einsatzzweck ihr Küchenmesser am besten eignet geeignet ist. Schauen Sie sich daher das Messer unabhängig von dessen Namen vor dem Erwerb genau an und überlegen Sie dabei, wofür Sie es benötigen.

Ausbeinmesser

Das Ausbeinmesser ist zum Entfernen von Knochen oder zum Häuten von Fleischstücken gedacht. Die schmale, leicht gebogene Klinge eignet sich hervorragend, um damit entlang der Knochen durch das Fleisch zu fahren, ohne dass die entstehenden Filets beschädigt werden. Diese Messer für die Küche gibt es sowohl mit einer starren als auch mit einer flexiblen Klinge.

Buntmesser

Besondere Dekorationen beim Schneiden von Obst und Gemüse erzielen Sie mit dem Buntmesser. Der korrekte Begriff lautet „Buntschneidemesser“, das sich durch eine breite Klinge mit etwa 10 Zentimeter Länge auszeichnet, deren Schneide nicht gerade, sondern in Wellenform oder in Zickzack-Form geschliffen ist. So entstehen schöne Muster auf den geschnittenen Lebensmitteln.

Elektromesser

Elektromesser

Elektromesser mit spezialgezahnten Edelstahl-Doppelklingen


Der Ruf der Elektromesser eilt den tatsächlichen Fähigkeiten voraus. Obwohl einige Elektromesser mit austauschbaren Klingen versehen sind, können sie lediglich für leichtere Arbeiten, wie z. B. dem Zerschneiden von Braten oder Gemüse benutzt werden. Sobald kompaktere Stücke oder gar Knochen zertrennt werden müssen, stoßen die beweglichen Klingen an ihre Grenzen. Außerdem ist der entstehende Lärmpegel für eine gemütliche Unterhaltung beim Kochen störend.

Elektrische Messer

Eine Sonderform sind elektrische Messer. Besonders, wenn Sie regelmäßig für viele Personen kochen, sind elektrische Messer eine effektive Arbeitserleichterung, etwa wenn es um das Schneiden von Brot oder Fleisch geht. Nachteilig bei elektrischen Messern ist, dass Sie damit weder gefrorenen Lebensmitteln noch Knochen zu Leibe rücken sollten, außerdem besteht bei elektrischen Messern grundsätzlich eine erhebliche Verletzungsgefahr. Last but not least sind viele elektrische Messer etwas laut – schlecht für alle Hobbyköche, die sich während ihrer Arbeit gerne unterhalten.

Universalmesser – Allround-Messer

Die auch Spickmesser genannten Klingen sind für die allermeisten Lebensmittel geeignet und kommen in der Küche regelmäßig zum Einsatz. Wohl jeder Haushalt verfügt daher gleich über mehrere dieser Allzweckmesser. Deren Klinge ist normalerweise zwischen 10 und 15 cm lang, sie besitzt zumeist eine gerade Schneide, läuft am Ende spitz zu. Es ist das Standardwerkzeug, wenn es um das Schälen, Zerkleinern und Schneiden von Gemüse und Obst sowie von Pilzen geht. Da das Messer nicht allzu groß ist, ist es sehr handlich und damit auch für filigranere Arbeiten geeignet.

Fleisch- und Geflügelmesser

Zu dieser Kategorie zählen viele Spezialmesser wie etwa

  • Hackebeile, mit denen Sie (sowie vor allem Ihr Metzger) Fleisch und Geflügel vom Knochen trennen und zerkleinern, etwa um eine Fleischbrühe anzusetzen.
  • Ausbeinmesser sind die elegantere Variante von Hackebeilen. Die einseitig geschliffene, überaus schmale und etwa 15 cm lange Klinge wird vor allem in gastronomischen Betrieben eingesetzt. Etwa wenn Knochen von Geflügel oder Fleisch ausgelöst werden muss. Es besitzt zu diesem Zweck auch eine Spitze, die entlang der Knochenkonturen geführt wird, um sie vom Fleisch zu trennen.
  • Steakmesser oder auch Schinkenmesser dienen dem Portionieren von tischfertigem Fleisch und Schinken. Die auch „slicing knife“ genannte, extrem scharfe Klinge ist über 20 cm lang und beidseitig geschliffen. Sie weist eine vorne spitz zulaufende Klinge auf. Mit der das gröbere oder hauchdünne Schneiden respektive Filettieren großer Fleischstücke und Fische wunderbar von der Hand geht.
  • Tranchiermesser besitzen geschwungene, beidseitig geschliffene Klingen. Diese sind etwa drei Zentimeter breit, 20 Zentimeter lang und werden am Griff zumeist etwas schmäler. Tranchiermesser kommen vor allem beim Tranchieren großer Fleischstücke zum Einsatz. Im Unterschied zu Steakmessern werden sie zumeist zusammen mit einer passenden Tranchiergabel gekauft. Damit sind Sie in der Lage, gleichermaßen ebenmäßige wie hauchdünne Scheiben zu schneiden.
  • Fischmesser: Fischmesser gibt es in vielen Varianten. Alle aber zeichnet die Eigenschaft aus, dass mit ihnen ein sehr präzises Filettieren und Entgräten von Fisch möglich ist. Was aufgrund der sehr empfindlichen Struktur dieser Fleischsorte auch notwendig ist. Das typische Fischmesser ist durchschnittlich 15 Zentimeter lang. 3 Zentimeter breit, es ist sehr elastisch und damit sehr gut dafür geeignet, die Haut von Fischfilets zu entfernen und dünne Fischfilets entlang der Gräte zu schneiden.

Brotmesser

Nur mit dem Brotmesser lassen sich Brot und Brötchen aufschneiden, ohne dass diese ihre Form verlieren und die Klinge sehr schnell stumpf wird. Die Klinge eines guten Brotmessers sollte deutlich über 20 Zentimeter lang, gewellt sein und über spitze Zähne verfügen. Dies ist unbedingt notwendig, damit das Messer sauber durch die harte Brotkruste schneidet. Außerdem verhindern die Zähne das vorzeitige Stumpfwerden der Klinge.

Besteckmesser

Wie der Name bereits sagt, sind Besteckmesser Bestandteil eines Bestecks. Dabei gibt es allgemeine Tafelmesser, die eine leicht abgerundete, gezahnte Schneide aufweisen und bei fast allen kalten oder warmen Mahlzeiten zum Einsatz kommen. Zu den Besteckmessern zählen aber auch Spezialklingen, die vor allem für ganz bestimmte Gerichte geeignet sind, etwa Steak-, Austern- oder Fischmesser. Einer der Hersteller für diese Messer ist u.a. WMF.

Karbonmesser – scharf aber rostanfällig

Lakeland "Damascus 67", Profimesser

Lakeland „Damascus 67“, Profimesser, Klinge: 15cm, aus Karbonstahl


Oft findet sich auf Messern die Aufschrift „Carbon Steel“. Dabei handelt es sich um eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff. Vorteil von Karbon- oder Kohlenstoffstahl ist seine Schnitthaltigkeit. Diese Messer sind besonders scharf und lassen sich sehr einfach nachschleifen. Nachteilig ist dagegen, dass sie nicht rostfrei sind. Am besten ist, Sie reinigen das Messer sofort nach dem Gebrauch unter fließend warmem Wasser und trocknen es gleich ab. Bewahren Sie das Messer nicht in einer Lederscheide auf, denn Leder enthält Gerbsäuren, welche Kohlenstoffklingen beschädigen können. Übrigens können Karbonklingen nach einer Weile graublau anlaufen. Dies ist kein Materialfehler, sondern im Gegenteil Zeichen für eine hochwertige Klinge. Denn diese Patina tritt nur bei hochwertigen Karbonklingen, und dies meist schon nach dem ersten Gebrauch auf. Besagte Oxidschicht beeinträchtigt die Eigenschaften der Klinge nicht, sondern erhöht deren Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit. Vorsicht ist beim Bearbeiten säurehaltiger Lebensmittel wie Zwiebeln oder Äpfeln geboten. Diese Säuren können das Messer auf Dauer stumpf werden lassen. Wenn Sie diese kleinen Tipps beachten, werden Sie sehr lange Freude an Ihrer Karbonklinge haben. Echte Messerprofis reiben ihre kostbarsten Karbonmesser übrigens ab und zu mit Öl ein.

Schwer im Kommen: Die Keramikmesser

Messerset mit Motiven

Top Star 175478 Messerset mit Motiven 4-teilig


Keramikmesser haben in letzter Zeit enorm an Popularität gewonnen. Ihr Vorteil ist, dass sie sehr scharf sind und es auch bleiben. Zudem verfärben sie sich nicht und nehmen auch keine Lebensmittelgerüche auf. Nachteilig bei Keramikmessern ist, dass sie sehr spröde – dies bedeutet nicht biegsam – sind und dadurch beim Herunterfallen sowie bei allzu starker Beanspruchung zersplittern können. Auch sind sie ungewöhnlich leicht. Darauf sowie auf die extrem scharfe Klinge, welche bei unachtsamer Verwendung leicht zu Verletzungen führen kann, sollten Sie bei der ersten Ingebrauchnahme besonders achten.

Die preisgünstigen Einwegmesser: Plastikmesser

Größter Vorteil von Plastikmessern ist, dass sie sehr günstig und damit ideal für den einmaligen Gebrauch geeignet sind, also etwa für Partys oder einem Campingurlaub. Auch sind sie nicht sonderlich scharf und entsprechend gering ist die Verletzungsgefahr. Zu den größten Nachteilen von Plastikmessern zählen, dass sie sehr leicht zerbrechen. Zudem sind sie unästhetisch und vermüllen unsere Umwelt. Daher sollten Sie Plastikmesser nur verwenden, wenn Ihnen wirklich keine Alternative zur Verfügung steht.

Klingen aus Titan sind hochwertig

„Titan“ klingt zwar ziemlich unverwüstlich, ist es aber nicht. Denn Titan ist bei weitem nicht das härteste Metall der Welt, dafür ist es aber leichter, strapazierfähiger und flexibler als Stahl. Auch gibt das Edelmetall keine fremden Gerüche an das Schneidegut ab. Titan ist absolut korrosionsbeständig. Dafür ist das Nachschleifen sehr schwierig und sollte unbedingt einem Fachmann überlassen werden, der dafür Spezialgeräte wie etwa ein Diamantschleifgerät braucht. Titanklingen sind in aller Regel hochpreisig und daher fast nur als Einzelstück erhältlich.

Filetiermesser

Besonders Anglern dürfte das Filetiermesser ein alltäglicher Begriff sein. Die lange, extrem spitz zulaufende und biegsame Klinge ist sowohl für den Herzstich des Fisches, das Öffnen der Bauchdecke und dem Abtrennen des Filets gedacht. Durch die Flexibilität der Klinge führen Sie das Messer problemlos am Rückgrat der Fische entlang und trennen das Filet ab, ohne die Gräten zu durchschneiden. Diese sollten nach dem Filetieren möglichst komplett am ausgelösten Rückgrat verbleiben. Einer der Hersteller für diese Messer ist u.a. WMF.

Frucht- bzw. Obstmesser

Das Frucht- bzw. Obstmesser verfügt über eine gerade, schmale Klinge, um auch harte Obstsorten in mundgerechte Scheiben zu schneiden. Selbst gebogene Schnitte (wie z. B. um das Kerngehäuse eines Apfels) stellen für den kleinen, flexiblen Küchenhelfer keine Herausforderung dar.

Gemüse- und Obstmesser

Mindestens eines dieser Messer gehört in wirklich jede Küche. Es ist sehr klein und handlich und besitzt zumeist eine gerade und dabei flexible Klinge. Diese sollte idealerweise komplett auf dem Schneidebrett aufliegen, vorne spitz zulaufen und 10 bis 15 Zentimeter lang sein. Dies alles ist notwendig, um auch unförmiges Obst problemlos schälen, zerkleinern, würfeln, entkernen und in Scheiben zu schneiden. Kartoffelaugen sowie andere unschöne Stellen zu entfernen und die Häute etwa von gekochten Kartoffeln vor dem Schälen einstechen zu können.

Hackmesser

Hackmesser können nicht durch eine charakteristische Form erkannt werden. Die robusten Küchenhelfer sind je nach Region mit einer mehr oder weniger rechteckigen Klinge ausgestattet, die durch die breite Form besondere Schockbelastungen auszuhalten vermögen. Durch den beidseitigen Schliff der Klinge entsteht die besondere Schärfe der Messer für die Küche.

Das Hackmesser ist nicht mit dem Hackbeil zu verwechseln, das in der Regel nur in Fleischereien zum Einsatz kommt. Hält man das Hackbeil quer, kann es auch zum Fleischklopfen verwendet werden. Einer der Hersteller für diese Messer ist u.a. WMF.

Hóchó

Hóchó ist ein Sammelbegriff für verschiedene japanische Kochmesser. Das Bekannteste unter ihnen ist das Santoku (siehe oben), aber auch Nakiris und Debas werden als Hóchó bezeichnet. Das Nakiri ist ein japanisches Gemüsemesser, beim Deba handelt es sich um das traditionelle Hackbeil aus Japan. Die fernöstliche Variante der Beile ist allerdings nur einseitig geschliffen und kann bei traditioneller Machart nur von Rechtshändern benutzt werden.

Käsemesser

Käsemesser

Rösle 12724 Käsemesser, 28 cm Länge


Käsemesser werden in Hartkäse- und Weichkäsemesser unterschieden. Die besonders robusten und massiven Vertreter sind dafür konzipiert, der hohen Konsistenz des Hartkäses entgegenzuwirken und appetitliche Scheiben abzuschneiden oder ganze Stücke herauszubrechen.

Die Weichkäsemesser sind durch große Ausstanzungen im Klingenblatt gekennzeichnet, damit der klebrige Weichkäse nicht an der Klinge haften bleibt. Die Küchenmesser weisen zudem eine gegabelte Spitze auf, womit sich die abgeschnittenen Käsewürfel leicht aufnehmen lassen.

Hier unterscheidet man zwischen Hart- und Weichkäsemessern. Das Weichkäsemesser erkennen Sie an der durchlöcherten Klinge und der Doppelspitze. Die Löcher sorgen dafür, dass der Weichkäste beim Schneiden nicht an der Klinge kleben bleibt und mit der Doppelspitze lassen sich mundgerechte Käsestücke elegant aufspießen. Ganz anders die Hartkäsemesser. Diese sind besonders robust und verfügen über eine scharfe, spitze Schneide. Damit können Sie selbst Härtefälle wie Parmesan oder steinalten Gouda problemlos zerkleinern.

Office- oder Spickmessser

Diese beiden zu den Allzweckmessern gehörenden Messertypen werden oft miteinander in Verbindung gebracht, da sie eine ähnliche Klingenform aufweisen. Die spitz zulaufende, schmale Klinge der Officemesser ist im Schnitt 10-13 Zentimeter lang, das Spickmesser bringt es auf acht Zentimeter. Letzteres eignet sich zum Putzen, Schälen und Schälen von Gemüse, wobei das Zerkleinern von Zwiebeln, Kräutern und Knoblauch meist mit einem Officemesser erfolgt. Einer der Hersteller für diese Messer ist u.a. WMF.

Parmesanmesser

Das Parmesanmesser ist eine besondere Art der Hartkäsemesser. Die dreieckige Spitze hat zwar eine Schneide, ist aber vielmehr zum Herausbrechen von Parmesanstücken gedacht. Durch die spezielle Form eignet sich das Küchenmesser auch dazu, in den Käse zu bohren, um größere Portionen abzuspalten.

Pilzmesser

„Durchdacht vom Anfang bis zum Ende“ könnte das Motto der Pilzmesser sein. Die kurze, sehr spitze Klinge in Sichelform eignet sich hervorragend, um Pilze im Wald vom Boden zu lösen. Hochwertige Pilzmesser haben am Ende des Holzgiffes eine Pilzbürste, mit der die Errungenschaften bereits an Ort und Stelle grob gesäubert werden können.

Schinken- oder Lachsmesser

Diese beiden Messertypen (Schinkenmesser und Lachsmesser) eignen sich durch die über 20 Zentimeter langen Klingen besonders gut zum Schneiden geräucherter und luftgetrockneter Fleischstücke. Die schmale, meist einschneidige Klinge ist darüber hinaus auch zum Filetieren von Fischen geeignet oder zum Ablösen hauchdünner Lachsscheiben. Besonders vorteilhaft für die Unversehrtheit der Gaumenfreuden ist eine Klinge mit Kullenschliff oder Hammerschlag, da hier beim Schneiden kleinste Luftpolster entstehen, und das Schneidgut nicht an der Klinge kleben bleibt.

Steakmesser

Premium Steakmesser

4er-Set makami Premium Steakmesser mit glatter Klinge


Eine Variation der Besteckmesser in jeder gut ausgerüsteten Fleischliebhaber-Küche ist das Steakmesser mit einer durchschnittlichen Klingenlänge von 12 Zentimetern.

Die Spezialmesser sind durch eine schmale, leicht nach oben gebogene Klinge charakterisiert, die sowohl mit einem Sägezahnprofil als auch mit glattem Schliff erhältlich sind.

Die besondere Ästhetik der Steakmesser entsteht durch hochwertige Materialien beim Griff, der gerne in dunkler Farbe gehalten wird. Einer der Hersteller für Steakmesser ist u.a. WMF. Dieses links gezeigte Premiumsteakmesser hat eine Griff aus Palisanderholz und wird im 4-er Set in einer Geschenkpackung geliefert. Steakmesser gibt es mit Wellenschliff, dabei besteht aber immer die Gefahr, dass das Fleisch beim Schneiden ausfasert.

Tomatenmesser

Das Tomatenmesser ist kein Gemüsemesser, denn es besitzt typischerweise eine gezahnte Klinge. Die Küchenmesser mit Klingen von 12 bis 15 Zentimetern laufen zur Spitze hin leicht angehoben zu, wodurch sie mühelos die Schale der Tomaten durchdringen, ohne das Innere zu quetschen. Da Tomatenmesser extrem scharf sind, können sie selbstredend auch für andere Gemüsearten verwendet werden.

Wiegemesser

Wiegemesser bestehen aus zwei parallel verlaufenden, nach unten gebogenen Klingen, die über zwei senkrecht dazu angebrachten Griffen miteinander verbunden sind. So kann die Kraft beim Zerwiegen der Lebensmittel (in der Regel Kräuter, oder Knoblauch) ohne Umwege auf das Schneidbrett übertragen werden, wodurch die beidhändige Arbeit wesentlich erleichtert wird. Durch kleine Drehungen kann in kürzester Zeit eine stattliche Fläche abgearbeitet werden.

Kleine Messermaterialkunde

Sehr viele der eben beschriebenen Messer gibt es auch mit Holzgriff. Holz eignet sich nicht für Geschirrspülmaschinen und sollte daher stets per Hand geeignet werden. Wobei dies grundsätzlich für sämtliche hochwertigen Messer gilt, da sie in der Geschirrspülmaschine leicht stumpf werden und viele auch Rost ansetzen könnten.

Edelstahl – das Standardmaterial

Edelstahl wird im englischen auch „Stainless steel“ genannt. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Metalllegierung, die unter Anderem aus Eisen, Chrom, Nickel sowie etwas Karbon beseht. Edelstahlklingen sind ein wenig weicher als Karbonstahl und müssen daher öfters mal nachgeschliffen werden. Vorteil gegenüber Karbonklingen ist jedoch neben ihrem deutlich günstigeren Preis, dass sie nicht so leicht Rost und auch keine unschöne Patina ansetzen.

Die Sandwich-Klinge: Beschichtete Messer

Beschichtete Messer kombinieren die Vorteile zweier Metalllegierungen. In der Mitte befindet sich scharfer, aber spröder Stahl. Dieser wurde beidseitig mit einer härteren Stahllegierung ummantelt, damit die scharfe Innenklinge nicht zerbricht. Dadurch bleiben beschichtete Messer zwar in aller Regel etwas länger scharf als herkömmliche. Und es verfügt über einen sehr sauberen Schnitt, dafür ist das Nachschleifen beschichteter Messer schwierig und manchmal sogar unmöglich macht. Auf jeden Fall sollten Sie das nachträgliche Schärfen Profis überlassen, sonst besteht die Gefahr der Beschädigung.henmesser